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MdL Carsten Löcker (SPD) informiert sich über gate.ruhr
- Entwicklung und Rückbau gehen Hand in Hand
- Rodungen abgeschlossen – Erschließung und Baugrundaufbereitung der ersten Entwicklungsfläche stehen kurz bevor
- Rückbau des Förderturms für März geplant
Der Marler Landtagsabgeordnete Carsten Löcker (SPD) informierte sich jetzt auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Auguste Victoria 3/7 über das dort entstehende Industrie- und Gewerbegebiet gate.ruhr.
„gate.ruhr kann sich auf meine Unterstützung verlassen“
Im Mittelpunkt des Besuches stand der Austausch mit Marls Bürgermeister Werner Arndt und RAG Montan Immobilien-Geschäftsführer Michael Kalthoff über die derzeit anlaufenden Erschließungs- und Rückbauarbeiten auf dem rund 90 Hektar großen Gesamtareal. „Das Projekt gate.ruhr kann sich auf meine Unterstützung im Landtag verlassen, sagte Löcker angesichts des heutigen Besuches in Marl auf der Fläche. Als verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion werde er besonders die verkehrliche Anbindung von gate.ruhr ans überregionale Straßenentz im Auge behalten. Allerdings müsse es eine Balance zwischen den verkehrlichen Anforderungen und den Belangen der Anwohner geben, betonte Löcker.
Innovative Unternehmen gesucht
Den Besuch des verkehrspolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion auf dem Areal begleiteten auch die Geschäftsführer der gate.ruhr GmbH Michael Dinklage und Volker Duddek sowie der Marler Wirtschaftsförderer Dr. Manfred Gehrke. Die gate.ruhr GmbH entwickelt als gemeinsame Projektgesellschaft der Stadt Marl und der RAG Montan Immobilien das Ende 2015 stillgelegte Bergwerk in den kommenden Jahren zu einem überregional bedeutsamen Industrie- und Gewerbestandort für innovative Unternehmen.
„Brauchen vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Landespolitik“
In einem ersten Schritt wird eine insgesamt 16,5 ha große Teilfläche nördlich und südlich der Nordstraße aufgearbeitet, die von der Carl-Duisberg-Straße zum Chemiepark führt. Bei der Teilfläche handelt es sich im Wesentlichen um die Fläche des ehemaligen BASF-Kraftwerkes an der Nordstraße. Im Rahmen des Besuches präsentierten die Vertreter der Stadt Marl und der gate.ruhr GmbH dem SPD-Landtagsabgeordneten das gesamte Konzept für die ehemalige Bergbaufläche samt Hafenbereich. Hier sollen in den nächsten Jahren bis zu 1.000 zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze entstehen und vor allem nachfolgenden Generationen neue Zukunftsperspektiven eröffnen.
„gate.ruhr ist bereits heute eine bedeutende Marke für Marl“
Marls Bürgermeister Werner Arndt hob bei der gemeinsamen Begehung die Bedeutung von gate.ruhr hervor: „gate.ruhr ist bereits heute eine bedeutende Marke für Marl, für die Region und für Nordrhein-Westfalen. In gate.ruhr sehen wir große Potenziale für die Zukunft und für die Bewältigung des Strukturwandels. Deshalb brauchen wir auch weiterhin eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Landespolitik“.
„Unterstützung der Politik ist unabdingbar“
Michael Kalthoff, Finanzvorstand der RAG Aktiengesellschaft und Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, betonte angesichts des Besuches die Notwendigkeit der Unterstützung für solche Entwicklungsprojekte: „Als RAG ist es seit Jahren unser Ziel, stillgelegte Zechenareale in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. Dabei ist die Unterstützung der Politik unabdingbar – und das gilt nicht nur für die Fläche von gate.ruhr, sondern auch für andere Revitalisierungsprojekte auf Bergbauarealen in NRW.“ Mit der Vereinbarung „Wandel als Chance“, die das Land, der RAG-Konzern und die vom Strukturwandel betroffenen Städte und Kreise bereits 2008 geschlossen haben, zeige die Landespolitik, wie wichtig ihr dieses Thema sei. Für die nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung in der Region werde auch die RAG mit der Revitalisierung zahlreicher freigewordenen Bergbaustandorte weiterhin ihren Teil beitragen und ihre Verantwortung für die Region beweisen, sagte Kalthoff. „Hier auf Auguste Victoria stehen für uns derzeit – im Rahmen der Entwicklung des Gesamtareals – konkret zwei wichtige Schritte an: der Rückbau des rund 65 Meter hohen Turms von Schacht 7 und die Sanierung der 245 Meter langen ehemaligen Kohlenmischhalle“, erläuterte Kalthoff die in diesem Jahr anstehenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen der RAG Montan Immobilien.
Das Tor zum Ruhrgebiet
Das Bergwerk Auguste Victoria 3/7 wurde Ende 2015 stillgelegt. Schon zwei Jahre vorher gründeten Stadt und RAG Montan Immobilien mit den Partnern Evonik, logport ruhr und der RAG Aktiengesellschaft die Arbeitsgruppe AV 3/7, um erste Ideen für die Entwicklung des Areals zu konzipieren. In den Jahren 2016 und 2018 wurden mit Landes- und EU-Mitteln zwei Machbarkeitsstudien für die Entwicklung der Fläche zu einem Gewerbegebiet mit überregionaler Ausstrahlung gefördert und auf den Weg gebracht. Zwischenzeitlich fasste die Stadt Marl für das Areal den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Mit der Gründung der Projektgesellschaft gate.ruhr GmbH, einer gemeinsamen Gesellschaft der RAG Montan Immobilien und der Stadt Marl, startete 2019 die konkrete Realisierung des Projektes. Der erste Teilabschnitt von gate.ruhr, dessen Aufbereitung und Erschließung derzeit läuft, soll ab 2022 vermarktet werden. Die Entwicklung des Gesamtprojektes wird voraussichtlich Anfang der 2030er Jahre abgeschlossen sein.

Erschließung von gate.ruhr startet
- Bau für erste Teilfläche beginnt mit Rodungsarbeiten
- Ersatzpflanzungen mit heimischen Laubbäumen
- Allee-Charakter soll verstärkt werden
Der Baubeginn für die erste Teilfläche des neuen Gewerbegebietes gate.ruhr auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Auguste Victoria 3/7 steht kurz bevor. Bereits ab Montag (10.1.) müssen für den Ausbau der Nordstraße und Carl-Duisberg-Straße sowie die Anlage einer Baustraße Bäume gefällt werden. Als Ausgleich werden deutlich mehr neue heimische Laubbäume angepflanzt, um den Allee-Charakter zu verstärken.
16,5 Hektar große Teilfläche wird entwickelt
In einem ersten Schritt entwickelt die gate.ruhr GmbH eine insgesamt 16,5 Hektar große Teilfläche nördlich und südlich der Nordstraße, die von der Carl-Duisberg-Straße zum Chemiepark Marl führt. Für die im Frühjahr beginnenden Erschließungsarbeiten wird die Firma Bernemann aus Recklinghausen ab dem 10. Januar beidseitig an der Nordstraße und an der westlichen Seite der Carl-Duisberg-Straße insgesamt 87 Einzelbäume und in Teilbereichen der Nordstraße 42 Alleebäumen fällen. „Mit Beeinträchtigungen im Straßenverkehr ist nicht zu rechnen“, heißt es seitens gate.ruhr GmbH. Die Rodungsarbeiten dauern voraussichtlich zwei Wochen.
Um der Verantwortung für den Umwelt- und Klimaschutz gerecht zu werden, wird ein umfänglicher Ausgleich geschaffen: So werden in den Grünstreifen an der Carl-Duisberg-Straße und der Nordstraße 98 Einzelbäume angepflanzt. 85 neue Alleebäume werden zusätzlich die Carl-Duisberg-Straße und die Nordstraße säumen und zu einem gesunden Mikroklima im Stadtteil Hamm beitragen.
Arbeiten im Rahmen der Vogelschutzzeit
Außerdem ist für die Entwicklung der Flächen an der Nordstraße eine Rodung von rund 2,8 Hektar Waldflächen notwendig. Zum Ausgleich ist eine gleichgroße Waldfläche im Bereich der Halde am Hafen ausgewiesen. Für die geplante Rodung, die bereits im Umweltausschuss und im Stadtplanungsausschuss der Stadt Marl im Dezember sowie beim Bürgerdialog im November angekündigt wurde, liegen alle erforderlichen Genehmigungen der Behörden vor. Diese Arbeiten sollen rechtzeitig vor Beginn der Vogelschutzzeit am 1. März abgeschlossen sein.
Infrastruktur wird geschaffen
Konkret gehört zu den Erschließungsarbeiten für den Ausbau der notwendigen Infrastruktur die Sanierung der Carl-Duisberg-Straße im Vollausbau. Dazu werden zwei Kreisverkehre im Bereich der Nordstraße und in Höhe der Straße „Auf dem Acker“ den Verkehr fortan flüssig halten. In den Seitenbereichen der Carl-Duisberg-Straße entsteht beidseitig ein durchgängiger Geh- und Radweg. Außerdem werden die Nordstraße und Flurstraße (bis Hüppelswick) ausgebaut sowie Entwässerungs- und Schmutzwasserleitungen verlegt.
gate.ruhr: 1.000 neue Arbeitsplätze
Auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Auguste Victoria 3/7 wollen die Stadt Marl und die RAG Montan Immobilien GmbH als Entwicklerin für Bergbauflächen innovative Unternehmen ansiedeln. Dort sollen in den nächsten Jahren bis zu 1.000 zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze entstehen, um insbesondere nachfolgenden Generationen neue Zukunftsperspektiven zu eröffnen.
gate.ruhr steht in den Startlöchern
- Ab Frühjahr startet die Erschließung der ersten Teilfläche des neuen Industrie- und Gewerbegebietes
- Belastungen für Anlieger werden auf ein Minimum begrenzt

Die Planungen sind weitgehend abgeschlossen: Im Frühjahr sollen die Arbeiten für die erste Teilfläche des neuen Gewerbegebietes gate.ruhr auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Auguste Victoria AV 3/7 beginnen. Das erfuhren die Teilnehmer bei einem Bürgerdialog im November.
Standort bei der Expo Real

- Marl stellt sich auf der Immobilienmesse als entwicklungsfähiger Zukunftsstandort vor
- Austausch mit internationalen Akteuren aus Wirtschaft und Stadtplanung
Nach der Corona-Pause im vergangenen Jahr knüpft die Stadt Marl in dieser Woche wieder nationale und internationale Kontakte auf Europas größter Immobilienmesse Expo Real. In München stellt Marl sich als entwicklungsfähiger Zukunftsstandort vor, wobei auch gate.ruhr Thema ist.
Mögliche Investoren besichtigen gate.ruhr

gate.ruhr ist eine einmalige Chance: für engagierte Unternehmen, die Wirtschaft und die Menschen in der Region. Der geplante Standort für Industrie und Gewerbe hat reichlich Potential. Davon konnten sich jetzt wieder interessierte Investoren bei der „Investorentour Ruhr“ überzeugen.
„Ein richtig starkes Stück Ruhrgebiet“

begrüßt von Alexandra Boy, Leiterin der Kommunikation Chemiepark Marl,
Herne, Witten (l.), Michael Bach, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters
(2.v.l.), und Thomas Middelmann, Bereichsleiter der RAG MI.

Gehrke (m.), Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, erhielt Stefan
Kuczera Informationen zu gate.ruhr aus erster Hand. Im Hintergrund ist
die Teilfläche zu erkennen, die in einem ersten Schritt erschlossen wird.

Chemiepark informierten Standortleiter Dr. Jörg Harren (l.) und sein
designierter Nachfolger Bernhard Vendt (r.) ihren Gast über die
Großprojekte im Chemiepark Marl.
Fotos: Stadt Marl / A. Chrost
- Stefan Kuczera, Beigeordneter des Regionalverbandes Ruhr (RVR), informiert sich über regional bedeutende Städtebauprojekte in Marl, insbesondere über die Erschließung erster Teilflächen von gate.ruhr und Großprojekte im Chemiepark Marl
- Bustour führt durchs künftige Industrie- und Gewerbegebiet gate.ruhr und durch den benachbarten Chemiepark Marl
„Der Chemiepark Marl und die benachbarten Entwicklungsflächen des regionalen Kooperationsstandortes sind ein richtig starkes Stück Ruhrgebiet. Die Stadt Marl geht hier kräftig voran auf dem Weg der Metropole Ruhr zur grünsten und attraktivsten Industrieregion Europas.“ Mit diesen Worten fasste Stefan Kuczera, Beigeordneter Planung beim
Regionalverband Ruhr (RVR,) seine Eindrücke von der Besichtigung der beiden Zukunftsstandorte gate.ruhr und Chemiepark Marl zusammen.
„Herausragende Rolle für unsere Region“
Gemeinsam mit Michael Bongartz, Referatsleitung Staatliche Regionalplanung RVR, informierte er sich ausgiebig über das künftige Industrie- und Gewerbegebiet gate.ruhr und über den direkt daran angrenzenden Chemiepark. „Der Besuch unterstreicht die herausragende Bedeutung der beiden Zukunftsstandorte für unsere Region“, sagte Michael Bach, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Marl, bei der Begrüßung der Gäste. Mit dem neuen Industrie- und Gewerbegebiet gate.ruhr öffnet die Stadt Marl gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI) zukunftsfähigen Unternehmen das Tor zum Ruhrgebiet und zu den europäischen Märkten. Die RAG MI sei als Flächenentwickler „ein verlässlicher Partner von gate.ruhr“ und leiste auch in Marl ihren Beitrag zum Strukturwandel, versicherte Thomas Middelmann, Bereichsleiter Flächenentwicklung Ruhr Ost.
1.000 neue Arbeitsplätze
Auf dem insgesamt 90 ha großen ehemaligen Zechengelände sollen mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen. gate.ruhr leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Sicherung der Beschäftigung an Emscher und Lippe.
gate.ruhr GmbH erschließt erste Teilfläche
In einem ersten Schritt erschließt die von der Stadt Marl und der RAG MI gegründete gate.ruhr GmbH eine Teilfläche von insgesamt 12,5 ha. Die Teilfläche nördlich und südlich der zum Chemiepark führenden Nordstraße stand auch im Mittelpunkt der Busfahrt über das gate.ruhr-Gelände. Die Fahrt endete auf dem Hafengelände am Wesel-Datteln-Kanal. Der unmittelbare Anschluss an das Wasserstraßennetz vervollständigt die trimodale Verkehrsanbindung von gate.ruhr an die Autobahn A 52, das Kanalnetz und – über die Industriebahn zum Chemiepark – an das Eisenbahnnetz.
Investition in die Zukunft
Der westlich von gate.ruhr gelegene Chemiepark Marl ist mit seinen 600 ha und 10.000 Mitarbeitern ein etabliertes Industriegelände, das stetig in seine Zukunftsfähigkeit investiert. Bis ins kommende Jahr werden die Großprojekte gebaut, in die mehr als 1,3 Milliarden Euro investiert wurden. Dazu gehören Infrastrukturmaßnahmen wie die neuen gasgefeuerten Kraftwerksblöcke, die u.a. das Kohlekraftwerk ersetzen. Evonik baut mit der Polyamid 12-Anlage an der größten Investition in Deutschland, und INEOS errichtet mit der Cumolanlage die mit 750.000 Tonnen p.a. durchsatzstärkste Anlage im Chemiepark. Das erläuterte Standortleiter Dr. Jörg Harren während der Rundfahrt.
Synergieeffekte sind ausdrücklich erwünscht
Die gute Nachbarschaft und der Austausch der beiden wichtigen Standorte in Marl reicht bis in die Gründerzeit des Chemiestandorts zurück. Die ehemalige Zeche Auguste Victoria versorgte den Chemienachbarn mit ausreichend Energie für die Produktion. Auch künftig sind Synergieeffekte zwischen den Unternehmen auf gate.ruhr und dem
Chemiepark nicht nur möglich, sondern ausdrücklich erwünscht.
Baustellenschild kündigt Start von gate.ruhr an

Gaben mit der Vorstellung des Baustellenschildes das Startsignal für die Erschließung des Industrie- und Gewerbeparks gate.ruhr in Marl: Bürgermeister Werner Arndt (2.v.l.), RAG MI – Chef Uwe Penth (2.v.r.) und die Geschäftsführer der ga-te.ruhr GmbH, Michael Dinklage (l.) und Volker Duddek. Foto: Stadt Marl / Pressestelle
Bautätigkeiten sollen zum Jahreswechsel starten
In einem ersten Schritt wird die gate.ruhr GmbH als
gemeinsame Projektgesellschaft der Stadt Marl und der RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI) eine insgesamt 16,5 ha große Fläche nördlich und südlich der zum Chemiepark führenden Nordstraße erschließen. „Wir sind fest entschlossen, möglichst zum Jahreswechsel mit den Bautätigkeiten zu beginnen“, sagt Michael Dinklage, Geschäftsführer der gate.ruhr GmbH und Finanzdezernent der Stadt Marl. „Die Planungsleistungen wurden europaweit ausgeschrieben und sind weitestgehend vergeben“, bestätigt Volker Duddek, Geschäftsführer und Projektentwickler der RAG MI. Im zweiten Halbjahr 2022, so der ambitionierte Zeitplan, soll die Entwicklung der ersten gate.ruhr-Teilflächen abgeschlossen werden.
Standort punktet mit Größe und Verkehrsanschlüssen
Auf dem insgesamt 90 ha großen ehemaligen Zechengelände wollen die Stadt Marl und die RAG MI, die als Flächenentwickler den Strukturwandel in der Region mitgestaltet, zukunftsfähigen Unternehmen das Tor zum Ruhrgebiet und zu den europäischen Märkten öffnen und insgesamt mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze ansiedeln. Der künftige Industrie- und Gewerbepark kann dabei mit seiner Größe punkten, da es nur wenige zusammenhänge Grundstücke vergleichbarer Dimension gibt, sowie mit seiner trimodalen Verkehrsanbindung an die Autobahn A 52, den Wesel-Datteln-Kanal und die vorhandene Industriebahn zum benachbarten Chemiepark Marl.
Großes Interesse an gate.ruhr
„Uns haben bereits viele Anfragen zu gate.ruhr von Unternehmen erreicht, die sich hier gerne angesiedelt hätten“, berichtet Bürgermeister Werner Arndt, zugleich Vorsitzender der gate.ruhr-Gesellschafterversammlung. „Ich freue mich, dass die gate.ruhr GmbH mit vollem Engagement an dem Projekt arbeitet, damit zum Jahreswechsel die Bagger rollen können“.
Ausbau der Kanalisation und Ertüchtigung der Zufahrten
„Mit der Aufstellung des Baustellenschilds für den ersten Bauabschnitt unseres Gemeinschaftsprojektes gate.ruhr mit der Stadt Marl zeigen wir, dass hier auf der ehemaligen Bergwerksfläche von Auguste Victoria 3/7 die konkrete Arbeit beginnt. Die Baugrundaufbereitung und die Erschließung sind erste Schritte in die Zukunft des Areals als Industrie- und Gewerbestandort“, betont Uwe Penth, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG MI.
Zeitlich parallel zu den baulichen Aktivitäten auf dem Teilgelände wird das Regen- und Abwassersystem ausgebaut und die Carl-Duisberg-Straße mit zwei Kreisverkehren und neuen Radwegen verkehrlich ertüchtigt. Ebenso wird auf der Marler Straße die Brücke über den Sickingmühlenbach im Auftrag des Kreises Recklinghausen als Straßenbaulastträger erneuert.
Hohe Fördermittel von Land und Bund
Die erste Realisierungsphase von gate.ruhr wird von der Bundes- und der Landesregierung, die bereits die ausführliche Machbarkeitsstudie gefördert hatte, mit 14,5 Mio. Euro unterstützt. Den Bewilligungsbescheid hatte NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart persönlich in Marl überreicht. Insgesamt rechnet die gate.ruhr GmbH in den kommenden Jahren mit Aufwendungen von ca. 30 Millionen Euro. „Jeder Euro ist eine nachhaltige Investition in dringend benötigte Arbeitsplätze und in die Zukunft unserer Region“, sagt Bürgermeister Werner Arndt, der diese Überzeugung mit RAG MI – Chef Uwe Penth teilt.
Bürgerinnen und Bürger werden baldmöglichst infomiert
Die Projektpartner werden die Öffentlichkeit ausführlich über die nächsten Schritte zur Entwicklung von gate.ruhr informieren, wenn wegen der Corona-Pandemie öffentliche Veranstaltungen in einem geeigneten Rahmen wieder möglich sind.
Die gate.ruhr GmbH
Gegenstand der gate.ruhr GmbH sind der Erwerb, die Entwicklung, die Erschließung und die Bodenaufbereitung des Geländes in der ersten Realisierungsphase sowie die Vermarkung der dort neu entstehenden Industrie- und Gewerbeflächen. Gesellschafter der GmbH sind die Stadt Marl (51 Prozent) und die RAG MI (49 Prozent).
14,5 Millionen Euro fließen für gate.ruhr

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (2.v.l.) und Regierungspräsidentin Dorothee Feller kamen ins Rathaus, um den Förderbescheid für gate.ruhr persönlich an Bürgermeister Werner Arndt (l.) und Markus Masuth (r.) zu überreichen. Foto: Stadt Marl / Pressestelle.
Im ersten Schritt wird die gate.ruhr GmbH (Stadt Marl: 51 Prozent, RAG MI: 49 Prozent) Netto-Flächen im Umfang von 12,5 ha erschließen und vermarkten. Die Mittel dafür stammen aus der Bund-Länder-Gemeinschaftssaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, an der sich das Land hälftig beteiligt.
Nutzungskonzept erstellt
Auf Basis einer zweiphasigen Machbarkeitsstudie, die EU und Land mit 1,8 Millionen Euro unterstützten, erstellte die Stadt Marl ein Nutzungskonzept für das gesamte Areal. In der ersten Realisierungsphase wird zunächst eine 12,5 ha große Fläche nördlich und südlich der zum Chemiepark führenden Nordstraße erschlossen. Gleichzeitig wird die Entwicklung zwei weiterer Teilflächen vorbereitet, die noch unter Bergaufsicht stehen.
Trimodaler Verkehrsanschluss
Im Norden befindet sich ein Industriehafen mit Anschluss an den Wesel-Datteln-Kanal sowie das Schienen- und Autobahnnetz. Aktuell laufen die Vorbereitungen zur Entlassung aus der Bergaufsicht und die Abstimmung mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt zur künftigen Nutzung durch anzusiedelnde Unternehmen. Im Süden schließt sich an die Projektfläche des ersten Bauabschnitts das stillgelegte Bergwerksgelände an. Auch hier haben die Vorarbeiten begonnen.
Zukunftsweisende Investitionen
Im Ergebnis sollen auf dem früheren Zechengelände netto ca. 45 ha Industrie- und Gewerbefläche für zukunftsweisende Investitionen in der Emscher-Lippe-Region bereitgestellt und ca. 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Statements:
Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Die Schließung der Zechen eröffnet ebenso Räume für die Weiterentwicklung des Industriestandorts Nordrhein-Westfalen wie der bevorstehende Ausstieg aus der Kohleverstromung. Das zeigt das Projekt gate.ruhr: Wir investieren in die Zukunft des Areals der Auguste Victoria und schaffen Arbeitsplätze in der Emscher-Lippe-Region. Dieses Projekt entwickelt für das gesamte Ruhrgebiet und darüber hinaus Strahlkraft und wird auch international tätige Unternehmen anziehen.“
Werner Arndt, Bürgermeister der Stadt Marl: „Auf Auguste Victoria waren bis zur Schließung mehrere tausend Kumpel beschäftigt. Mit gate.ruhr sorgen wir dafür, dass auch die Kinder und Kindeskinder unserer Bergleute hier wieder gute Arbeit finden und es mit unserer Stadt und unsere Region weiter voran geht“.
Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung RAG MI GmbH: „„Für uns und die Stadt Marl ist die jetzige Bewilligung ein wichtiger Meilenstein für die Realisierung des Gesamtprojektes gate.ruhr. Wir können nun unverzüglich mit den notwendigen Arbeiten starten. In den nächsten Jahren wird der Wandel vom ehemaligen Zechenareal an der Carl-Duisberg-Straße zu einem attraktiven Standort für Industrie und Gewerbe konkret.“
Dorothee Feller, Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Münster: „Nicht nur für Marl ist gate.ruhr ein zentrales Projekt. gate.ruhr steht stellvertretend für den Perspektivwechsel der gesamten Emscher-Lippe-Region, ihrer gemeinsamen Konzentration auf Chancen und Potentiale. Was könnte diesen Wandel besser symbolisieren als gate.ruhr mit seinen 12,5 Hektar Zukunftsfläche, erschlossen über Wasser, Straße und Schiene?“
SPD-Bundestagsmitglieder setzen sich für Entwicklung von gate.ruhr ein
Kurz nach der offiziellen Gründung der Projektgesellschaft gate.ruhr GmbH haben jetzt die SPD-Bundestagsmitglieder Achim Post und Michael Groß den Standort des ehemaligen Bergwerkes Auguste Victoria in Marl besucht.
Rat setzt Meilenstein für gate.ruhr
Der Rat der Stadt Marl hat gestern einen wichtigen Meilenstein für die Entwicklung des Industrie- und Gewerbegebietes gate.ruhr gesetzt. Er hat mit großer Mehrheit die Gründung einer Projektgesellschaft beschlossen.